January 13, 2021

Wie du mit Webflow digitale Produkte verkaufst

Wer heutzutage digitale Produkte entwickelt und vermarkten möchte, findet im Netz diverse Möglichkeiten diese anzubieten und zu vertreiben. Wenn du für dein Unternehmen Webflow als CMS bzw. deine Webseite nutzt, gibt es auch hier einige Möglichkeiten digitale Produkte einzubinden und zu verkaufen. Im Folgenden gehe ich näher auf die einzelnen Punkte ein.

Alexander Sprogis

E-Commerce made by Webflow

Webflow bietet neben dem normalen CMS auch ein Shop-System an. Dieses ist erst seit ein paar Jahren in Entwicklung und so kann der Funktionsumfang noch nicht ganz mit anderen E-Commerce Anbietern mithalten. Trotzdem sind alle Funktionen vorhanden, um physische und digitale Produkte zu verkaufen. Wenn es um die Gestaltung geht, ist der Webflow Online-Shop seinen Wettbewerbern allerdings deutlich voraus. Ähnlich wie auch bei normalen Webflow Webseiten, lässt sich das E-Commerce-Erlebnis zu 100 % individuell gestalten, ohne in die Programmierung einsteigen zu müssen. Konkurrenten wie WooCommerce (WordPress) und Shopify bieten zwar ebenfalls mithilfe von sogenannten Page-Buildern eine gestalterische Freiheit, allerdings ist diese im Umfang deutlich begrenzter.

Die E-Commerce-Komponente von Webflow hat allerdings ein paar Schwächen, wenn es darum geht die deutschen Richtlinien bei der Abwicklung von Verkäufen einzuhalten. Konkret geht es hierbei um den Versand von Rechnungen, AGB und Widerrufsbelehrungen nach dem Kauf. Ohne die Einbindung von Dritt-Anbieter Tools und damit einhergehenden weiteren Kosten oder die händische Versendung der Unterlagen, lässt sich dies nicht ohne weiteres direkt über Webflow abwickeln. Wer mit seinem Account Zugriff auf die Webflow API, also die programmierbare Schnittstelle von Webflow hat, ist theoretisch in der Lage Daten über diese auszutauschen und an andere Dienstleister zu übermitteln. Denkbar wäre hier zum Beispiel eine Anbindung an die All-In-One Händlerlösung von Billbee. Zwar bietet Billbee noch keine Unterstützung der Webflow API an, die Anbindung könnte aber von einem Dienstleister programmiert werden. Über diese ließen sich dann Bestellungen übermitteln und die entsprechenden Dokumente über Billbee automatisch versenden.

Anbindung an Digistore24

Eine weitere und deutlich simplere Lösung für den Verkauf von digitalen Produkten über Webflow, stellt die Anbindung von Digistore24 dar. Digistore24 ist eine Online-Verkaufsplattform, die es dir ermöglicht, digitale Produkte zu vertreiben. Auf der Plattform lassen sich digitale Produkte anlegen und hochladen sowie ein kompletter Checkout-Prozess inkl. Download erstellen. Die Rechnung, AGB und Widerrufsbelehrung werden dem Nutzer nach einem Kauf automatisch zur Verfügung gestellt. Digistore24 bietet alle gängigen Zahlungsanbieter an und wickelt die Verkäufe ab. Die Nutzung ist dabei so lange kostenfrei, bis ein Verkauf erzielt wird. Dann werden 7,9 % vom Verkaufspreis + 1€ für die Transaktion fällig (Stand November 2020).

Das bei Digistore24 erstellte Bestellformular für das digitale Produkt kann einfach über einen Link  auf deiner Webflow Webseite eingebunden werden. So wird der Interessent von deiner Seite, direkt in den Bestellprozess weitergeleitet.

Mitgliedschaften mit MemberStack

Mitgliedschaften sind mittlerweile ein beliebtes Geschäftsmodell. Auch mit Webflow kannst du diese ganz einfach umsetzen. Hier gibt es Anbieter wie zum Beispiel MemberStack, Memberful oder Outseta, die in Webflow eingebunden werden können.

In den jeweiligen Applikationen lassen sich mehrere Tarife erstellen, die unterschiedliche Funktionsumfänge und Zugänge beinhalten können. So kannst du verschiedene Unterseiten deiner Webflow Webseiten nur für angemeldete Mitglieder zugänglich machen. Gleichzeitig rechnen die Membership-Applikationen zu einem von dir gewählten Zyklus Mitgliedschaftsbeiträge ab. Kompatible Zahlungsanbieter wie Stripe ermöglichen dir außerdem den automatischen Rechnungsversand nach dem Erwerb einer Mitgliedschaft oder dem Abbuchen des Beitrags.

Shopify Lite - Der "Kaufen" Button

Eine weitere Möglichkeit ist die Einbindung von Shopify Lite. Shopify Lite umfasst eine verschlankte Version eines Shopify Online-Shops. Bei Shopify selbst verwaltest du bei dieser Variante nämlich nur das "Backend", wie die Produkt- und Shop-Verwaltung sowie die Bestell- und Kaufabwicklung. Ein "Frontend", also einen richtigen Online-Shop der herkömmlichen Form gibt es nicht. Stattdessen bekommst du einen "Kaufen"-Button von Shopify gestellt, den du an beliebigen Stellen auf deiner Webflow Webseite einbinden kannst. Dieser führt dann direkt in den Bestellprozess zu einem von dir gewählten Produkt. Möchtest du also die Vorteile von Webflow und Shopify kombinieren, ist dies die perfekte Möglichkeit. Shopify Light kostet 9$ pro Monat und liegt zusammen mit dem CMS Tarif von Webflow noch unter den Kosten eines richtigen Online-Shops von Shopify oder Webflow.

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